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Standpunkt
In
der Rubrik STANDPUNKT werden wir uns zu aktuellen Kommunalpolitischen
Themen äußern.
Heute
nimmt die CDU Gemeinderatsfraktion stellung zum Thema:
Einkaufsmarkt in Ballrechten-Dottingen
Im November 2008 wurde unser bis dahin bestehender Einkaufsmarkt
„Einkaufen mit
Her(r)z“ von der Betreiberin aus wirtschaftlichen Gründen
geschlossen. Das, obwohl die Gemeinde während der Straßensanierung in
der Mühlenstraße den Markt finanziell mit einem Pachtzuschuss unterstützte.
Auch warb die Gemeinde in
den zurückliegenden Jahren stets mit
Anzeigen im Gemeindeblatt dafür, den Einkaufsmarkt zu nutzen damit
dieser bestehen bleiben kann. Die Konsequenz aus der Schließung war und
ist, dass die Grundversorgung unserer Bürgerinnen und Bürger nicht
mehr gegeben ist. Nun hat aber unserer Meinung nach die Verwaltung und
der Gemeinderat die Verpflichtung für eine Einkaufsmöglichkeit der Bürger
zu sorgen, um somit die Grundversorgung sicher zu stellen. Deshalb wurde
Kontakt zu verschiedenen Einzelhandelsunternehmen (EDEKA – REWE – NETTO) aufgenommen.
Schnell wurde aber klar, auch auf Drängen der Bürger, dass nur ein
Vollsortimenter den Bedarf decken kann.
Bei der Standortsuche investierte die Gemeinde viel Zeit. Es wurden
mehrere Flächen auf Eignung und Verfügbarkeit geprüft.
Als einzig machbarer Standort entpuppte sich
die Fläche zwischen L 125 und K4941 in Oberdottingen. Die
anderen Standorte sind entweder nur bedingt an öffentliche Verkehrswege
anzuschließen oder für die Gemeinde schlicht und einfach nicht verfügbar.
Ein Standort in der Ortsmitte ist
ebenfalls auszuschließen. Hier fehlt es
an notwendiger Fläche und Gebäuden. Noch schwerer wiegt bei
einem innerörtlichen Markt die Tatsache, dass sich betroffene
Anwohner wegen möglicher Lärmbelästigungen durch Zuliefer- und
Einkaufsverkehr wehren würden.
Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit machten alle Einzelhandelsunternehmen
klar, dass für einen
Vollsortimenter-Einkaufsmarkt eine Verkaufsfläche von mindestens 1200 m²
notwendig ist.
Die Wirtschaftlichkeit eines solchen Marktes ist zwingende Voraussetzung!
Aus
diesem Grund ist es nicht vorstellbar einen Marktbetreiber für einen
Laden mit einer Verkaufsfläche von unter 800 m² zu finden. Was würde uns zudem ein kleinerer Markt nützen, der mangels Umsatz
nach einigen Jahren wieder schließen müsste? Dass die Verwaltung im Februar 2009 den Kontakt zu Frank Sutter
herstellte, und dieser auch bereit ist einen Markt in Oberdottingen zu
betreiben, empfinden wir als äußerst lobenswert und als Chance für
die ganze Gemeinde. Doch auch Frank Sutter benötigt eine
Mindestverkaufsfläche von 1200 m². Bauplanrechtlich ist diese Größe
nur durch die Ausweisung eines Sondergebietes zu realisieren. Daraus
resultiert die Notwendigkeit der Zustimmung der Stadt Sulzburg.
Im Jahr 2010 wurde intensiv von unserer Verwaltung und dem Gemeinderat
mit der Stadt Sulzburg und dessen Stadtrat, sowie dem Ortschaftsrat von
Laufen, gesprochen und verhandelt. Die Bürgerinnen und Bürger beider
Kommunen wurden bei mehreren Veranstaltungen mit einbezogen, informiert
und angehört.
Diese Gespräche mündeten in einer von beiden Seiten (Stadtrat Sulzburg
und Gemeinderat Ballrechten-Dottingen) am 22. Juli 2010, beschlossenen
gemeinsamen Erklärung. Ziel dieser Erklärung ist die zukünftige
Interkommunale Zusammenarbeit auf
der Grundlage der gemeinsamen Aussprache der Gemeinderäte am 13. Juli 2010.
Die gemeinsame Erklärung lautet wie folgt:
Gemeinsame Erklärung
Die Gemeinden Ballrechten-Dottingen und Sulzburg wollen auf
interkommunaler Ebene künftig Aufgaben gemeinsam erledigen.
Diese Zusammenarbeit ist insbesondere auf folgenden Gebieten vorgesehen:
Die Aufzählung dieser Arbeitsfelder ist nicht abschließend. Es ist möglich,
dass im Laufe der Projektarbeit weitere Tätigkeitsfelder hinzugefügt
werden.
Um diese Projekte voranzubringen wird eine „Arbeitsgruppe
Interkommunale Zusammenarbeit“ gebildet. Sie besteht aus:
-
dem jeweiligen
Bürgermeister
-
den jeweiligen Bürgermeister-Stellvertretern
-
den jeweiligen Hauptamts- und Rechnungsamtsleitern
-
weiteren Funktionsträgern und Sachverständigen,
die von der Arbeitsgruppe hinzugezogen
werden
Die
Ansiedelung eines Frische-Vollsortimenter-Marktes an dieser Stelle hat
zudem erhebliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.
Es werden neue Arbeitsplätze entstehen und diese sollten
möglichst in den beiden Gemeinden verbleiben. Hierüber ist mit dem
Betreiber frühzeitig zu verhandeln.
Ein Einkaufsmarkt erhöht die Attraktivität als Wohngemeinde. Ein höherer
Wohnwert bedeutet auch die Sicherung und Stärkung privater Objekte.
Mieten, Immobilien und Grundstückspreise bleiben so in ihrem jetzigen
Wert erhalten.
Wir stehen voll hinter der bisherigen Vorgehensweise unserer Verwaltung
und des Gemeinderates. Wir werden auch weiterhin unsere Arbeit im
Gemeinderat danach ausrichten, dass die interkommunale Zusammenarbeit
mit der Stadt Sulzburg und die Realisierung des Einkaufsmarktes sich
zeitnah und positiv gestalten.
Ihre
CDU-Gemeinderatsfraktion
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